Markt Update 31/22, Krypto Bärenmarkt 2022

Angetrieben von dem massiven Geldmengenwachstum, dem starken Anstieg aller Anlageklassen nach dem Corona-Crash und großer Gier im Markt, konnte Bitcoin am 8. November 2021 das letzte All-Time-High, von ca. 68.000$ pro Bitcoin, erreichen.

In diesem Jahr wahr die Gier im Markt extrem hoch, jeder Influencer prophezeite die 100.000$ pro Bitcoin und Altcoins versprachen eine Rendite von über 1000%.

Dass diese extreme Gier nicht lange gut gehen konnte, war jedem rational denkenden Anleger klar. So kam es wie es kommen musste, der Hype war zu Ende und der Bärenmarkt nahm seinen lauf. Fairerweise war dies nicht nur im Krypto-Markt der fall, der ganze Kapitalmarkt befand sich im Goldrausch und musste Dampf aus dem überhitzten Markt lassen. Nichtsdestotrotz ist ein Abwärtstrend im Krypto-Markt ein spektakuläres Ereignis, dass ich Ihnen hier etwas näher bringen möchte.


Die aktuelle Bären-Rallye fand sein Tief bei ca. 18.500$ pro Bitcoin (Stand 28. Juli 2022) dabei wurden sehr viele Spekulanten und Hype-Anleger aus dem Markt gedrängt. Diese gesunde und natürliche Mark-Bereinigung ging allerdings nicht spurlos an den Anlegern vorbei. Viele Menschen verloren sehr viel Geld. Auch der breite Krypto-Markt konnte sich nicht dagegen wären und einige Altcoins erlitten einen Totalverlust und Krypto-Firmen gingen insolvent. Dies ist bei einem Krypto-Bärenmarkt durchaus "normal", vor allem da der Krypto-Markt noch nicht flächendeckend sauber reguliert ist und sehr viel Lug und Betrug verbreitet wird. Einige nennenswerte Ereignisse möchte ich Ihnen aufzeigen, damit Sie sich ein besseres Bild machen können:

  • Terra Luna war eine der größten Altcoins im Krypto-Markt, mit einer Marktkapitalisierung von ca. 37,25 Milliarden USD in der Spitze. Dieser Altcoin konnte den Bärenmarkt nicht überleben und viel Komplet in sich zusammen. Grund dafür was ein algorithmischer Stabelcoin, der am Terra Luna Coin verankert war. Der große allgemeine Verkaufsdruck in den Kryptowährungen, ausgelöst vom Bärenmarkt, sorgte ebenfalls bei Terra Luna für einen starken Abverkauf. Dadurch verlor der sogenannte Stabelcoin seine Bindung zum US-Dollar, was einen Vertrauensverlust zur folge hatte. Letztendlich konnte diesem starken Abverkauf und Wertverlust nichts entgegengesetzt werden und das Blockchain-Projekt viel in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Aktuell hat Terra Luna noch einen Wert von ca. 600 Millionen USD, allerdings werden wir von diesem Altcoin nicht mehr viel hören...

  • Celsius war eine Landing-Firma, die ihren Kunden hohe Renditen für das verleihen Ihrer Kryptowährung versprach. Im Bullenmarkt konnte Celsius sehr viel neue Kunden gewinnen und das Geschäft lief prächtig. Als der Bärenmarkt seinen lauf nahm, konnten diese hohen Renditen nicht mehr bezahlt werden. Viele Kunden wollten schlagartig ihre Kryptowährungen von Celsius abheben und diese in Sicherheit bringen. Celsius konnte diese Kryptowährungen allerdings nicht einfach so aushändigen, da viele davon an andere Instituten verliehen waren. Celsius stoppte die Auszahlungen der Kunden und ging letztendlich Insolvent. Das angehäufte Kapital der Kunden ist erstmal eingefroren. Ob die Kunden jemals Ihre Kryptowährungen zurück bekommen bleibt abzuwarten. Ihre kompletten angelegten Kryptowährungen werden es sicher nicht mehr sein...

  • Auch die viel gehypten NFTs sind mittlerweile nur noch einen Bruchteil wert. Keiner will diese NFTs aktuell kaufen, was darauf schließen lässt, dass die NFTs nur als Spekulationsobjekt verwendet werden und nicht, wie oft angekündigt, als langfristiges Kunstobjekt. Ob die lustigen Affenbilder und verpixelten Gesichter jemals wieder an Interesse gewinnen können, bleibt abzuwarten...

  • Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine Untersuchung gegen Binance (eine der größten Krypto-Handelsplatformen) eingeleitet. Der Vorwurf gegen Binance ist, dass sie Altcoins gelistet haben, die eigentlich als Unternehmen anzusehen sind und deshalb von der SEC genehmigt werden müssten. Sollte sich die Anschuldigung als wahr herausstellen, wäre dies ein massiver Verstoß gegen das amerikanische Wertpapier-Handelsgesetzt. Die Folgen für Binance und dessen CEO sind aktuell noch gar nicht vorzustellen. Ein Kavaliersdelikt ist dies sicher nicht...


Dies sind nur ein paar Beispiele, die der Krypto-Bärenmarkt mit sich bringt. Es ist klar, dass diese Vergehen in einem regulierten Markt nur sehr schwer umzusetzen sind und bekräftigt die dringende weltweiten Regelungen für Krypto. Auch wenn all dies nichts mit Bitcoin zu tun hat (zur Erinnerung: Bitcoin ist nicht mit den Altcoins vergleichbar!), sorgt dies für viele Negativnachriten die Bitcoin dadruch schädigen wollen. Da Bitcoin unser aktuelles System in Frage stellt, und nicht die Altcoins. Viele Medien oder Institutionen nutzen diese Gelegenheit, um weiter Öl ins Feuer zu gießen und sehr populistische Aussagen zu treffen. Hier sind einige davon:


Die EZB meldet sich zu Wort:

„Auch wenn der Nutzen von Bitcoin für die Gesellschaft selbst zweifelhaft ist, kann die Blockchain-Technologie im Prinzip noch unbekannte Vorteile und technologische Anwendungen bieten. Daher könnten sich die Behörden dafür entscheiden, nicht einzugreifen, um die digitale Innovation zu unterstützen. Gleichzeitig ist es schwer vorstellbar, dass die Behörden sich für ein Verbot von Benzinautos während eines Übergangszeitraums entscheiden, aber bei Vermögenswerten des Typs Bitcoin, die auf der PoW-Technologie basieren, ein Auge zudrücken. […] Um bei der Autoanalogie zu bleiben, haben die Behörden die Wahl, die Kryptoversion des Elektrofahrzeugs (PoS) zu fördern oder die Kryptoversion des Autos mit fossilen Brennstoffen (PoW) einzuschränken oder zu verbieten. Ein unbeteiligter Ansatz seitens der Behörden ist zwar möglich, aber höchst unwahrscheinlich, und politische Maßnahmen seitens der Behörden sind wahrscheinlich.“ - Europäische Zentralbank

Nachrichten aus China:

"Wenn das Vertrauen der Anleger in Zukunft zusammenbricht oder souveräne Länder Bitcoin für illegal erklären, wird es zu seinem ursprünglichen Wert zurückkehren, der völlig wertlos ist.“ - Economic Daily

Aus der Linken Politik:

„Schätzungsweise jeder vierte Bitcoin-Anleger zum Beispiel hat einen kriminellen Hintergrund. Da tummeln sich Drogenkartelle, da wird Terror finanziert, Waffenhändler und Menschenhändler waschen ihr schmutziges Geld.“ - Martin Schirdewan

Bitcoin lässt dies allerdings unberührt. Die Bitcoin-Blockchain läuft weiter ohne Ausfall, wie vom ersten Tag an. Und die Bitcoin Akzeptanz auf der Welt schreitet weiter voran:

  • Zentral Afrika hat als zweite Land, nach El Salvador, Bitcoin als legales Zahlungsmittel integriert. Dabei möchten sie die eigene kolonial Währung CFA-Franc (wird von Frankreich kotrolliert) untergraben. Da der CFA Franc eher Frankreich zugute kommt, als den afrikansichen Ländern die ihn benutzen. Vielleicht erinnern Sie sich an die Kaori-Perlen in Westafrika, die nicht umsonst heutzutage als Sklaven-Perlen bekannt sind. Von unserem aktuellen Fiat-Geld profitieren primär die größten Wirtschaftsnationen, die ärmeren Länder zahlen für dessen Reichtum...

  • Intel und Samsung haben jeweils einen eigenen Mining-Chip fürs Bitcoin-Mining entwickelt und sind bereits in der Produktion bzw. Verkauf. Dies bekräftigt die voranschreitende Akzeptanz bei den internationalen Firmen. Denn für einen "Betrug", ein "Pyramiden-System" oder ein "Spekulations-Objekt" würde keine Firma Ressourcen in die Entwicklung eigener Mining-Chips stecken. Dies bekräftigt die Annahme, dass diese Unternehmen der Meinung sind, dass erstens Bitcoin einen Nutzen hat, dass zweitens das Bitcoin-Mining dafür notwendig ist und dass drittens Bitcoin auch langfristig bestehen bleibt.

  • 2017 bezeichnete der JPMorgen-Chef (James Dimon), Bitcoin als Betrug. Mittlerweile hat sich die Meinung zu Bitcoin und Kryptowährungen um 180 Grad gedreht. Die vor kurzem getätigten Aussagen lassen darauf schließen, dass mittlerweile auch Banken den Wert und den Nutzen von Bitcoin und Kryptowährungen erkennen. Ob und wie weit sie den Unterschied zwischen Bitcoin und Altcoins kennen, ist nicht bekannt. Allerdings zeigt auch hier, dass durch Bildung die Akzeptanz von Bitcoin weiter steigt. Die getätigten Aussagen:

„Die Kryptomarkt-Korrektur des vergangenen Monats sieht eher wie eine Kapitulation des Gesamtmarktes aus und für die Zukunft sehen wir ein generelles Aufwärtspotenzial für die Bitcoin- und Kryptomärkte.“ - JPMorgan
„Daher ersetzen wir Immobilien durch digitale Vermögenswerte als unsere bevorzugte alternative Anlageklasse zusammen mit Hedgefonds. - JPMorgan

Sie sehen, dass ein Krypto-Bärenmarkt sehr viele lehrreiche Geschichten mit sich bringt, im positiven wie im negativen. Diese Lehren möchte ich nochmal zusammen fassen, damit auch Sie daraus lernen und proviteiren können:


  • Im Krypto-Markt sind sehr viele Einzelpersonen investiert, was den Markt sehr von Angst und Gier leiten lässt. Deswegen herrscht im Markt aktuell auch noch eine hohe Volatilität, gemessen in Euro oder US-Dollar. Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen leiten, hören Sie nicht auf irgendwelche Hype-Influencer, deswegen bleiben Sie immer rational und handeln Sie überlegt.

  • Versuchen Sie Ihre Altcoin-Investments 100% zu verstehen und gehen Sie kein zu großes Risiko ein. Seien Sie skeptisch von prophezeiten exponentiellen Kursvervielfachungen und geben Sie Ihre Bitcoin oder Altcoins nicht für hohe schmackhafte Renditen aus der Hand. Denn hohe Chancen sind auch immer verbunden mit hohen Risiken!

  • Lassen Sie sich nicht von diversen populistischen Nachrichten und Falschmeldungen verunsichern. Informieren Sie sich selbst und bilden Sie Ihre eigene Meinung.

  • In Bärenmärkten wird der Grundstein für zukünftige erfolgreiche Kryptowährungen gelegt. Die "nutzlosen" Altcoins verschwinden dabei für immer. Welche dieser Altcoins zukünftig Erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.

  • Die Entwicklung und weltweite Akzeptanz in Bitcoin geht auch in Bärenmärkten weiter voran. Denn Bitcoin ist die einzige dezentrale und vertrauenslose Kryptowährung. Dessen unglaublichen Nutzen von der breiten Masse der Menschen noch nicht erkannt wird, allerdings nicht abzustreiten ist, auch wenn viele es noch versuchen.

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